Abwehrvarianten

 

In der Abwehr werden sehr viele Varianten gespielt. Von der auf einer Ebene gespielten 6 : 0 Abwehr bis hin zur auf 3 Ebenen agierenden 3:2:1 Abwehr gibt es so ziemlich alle denkbaren Variationen, die je nach Stärken und Schwächen sowohl der Abwehr- als auch Angriffsspieler ihre Vor- und Nachteile haben. Gezählt wird immer vom zu verteidigenden Tor weg. Aus dieser Sicht werden auch die Abwehrpositionen benannt

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6 : 0 Abwehrsystem

Abwehrsystem mit guter Breitenwirkung aber wenig Tiefenwirkung, d.h. Kreis und Außenspieler haben relativ wenig Platz, dafür können die Rückraumspieler nicht so effektiv behindert werden.

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5 : 1 Abwehrsystem

 

der vorgezogene Spieler stört das Spiel im Rückraum

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5 + 1 Abwehrsystem

 

kombiniertes Abwehrsystem, der vorgezogene Spieler übernimmt Aufgaben der Manndeckung, die restlichen Spieler wehren mit einer Raumdeckung ab. Dieses System wird meist dann angewandt, wenn im Rückraum ein überragender Spieler "ausgeschaltet" werden soll.

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1: 5  Abwehrsystem

 

derzeit eins der vom DHB empfohlenen Abwehrsysteme in der Jugend (bis C- Jugend) Die zu verteidigenden Räume sind sehr groß, was dem Angriff gute Durchbruchsräume ermöglicht und dadurch die Abwehrspieler mehr fordert und umfassender schult. Auf Grund der großen Durchbruchsräume und der schwierigen Aufgabe den Kreis allein zu decken sieht man dieses System im Leistungshandball eigentlich nicht.

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4 : 2  Abwehrsystem

 

Ideal gegen 2:4 Angriff. (Also Angriff mit 2 Kreisspielern) 2 Abwehrspieler agieren vorgezogen auf den Halbpositionen. Der Angriff ist dadurch extrem "aufgespalten". Pässe von Außen auf die Halbpositionen werden durch die beiden Vorgezogenen Abwehrspieler erschwert, auch Pässe innerhalb des Rückraums werden effektiv behindert. Gegen 3:3 Angriff weniger geeignet (meist Abspracheprobleme wer K und wer RM hat)  gibt .

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3 : 3 Abwehrsystem

 

sehr selten gespieltes Abwehrsystem, bei diesem System wird von einem extrem starken Rückraum ausgegangen die vorgezogenen Spieler agieren gegen die Rückraumspieler, die 3 dahinter sichern den Torraum

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3 : 2 : 1 Abwehrsystem

 

Das andere vom DHB - empfohlene Abwehrsystem für die  Jugend.  sehr gute Tiefenwirkung, die Keilförmigkeit teilt den Angriff. Die großen Räume verlangen gute individuelle Abwehrarbeit auf allen Positionen.

 

Das andere vom DHB - empfohlene Abwehrsystem für die  Jugend.  sehr gute Tiefenwirkung, die Keilförmigkeit teilt den Angriff. Die großen Räume verlangen gute individuelle Abwehrarbeit auf allen Positionen.

 

 Ganz allgemein kann man sagen, dass Systeme, die mehrere Ebenen haben sich besser eignen um wurfgefährliche Rückraumspieler unter Kontrolle zu bringen (Tiefenwirkung) Diese Systeme sind dafür anfälliger gegen gute Außen- und Kreisspieler, da diese bei solchen Systemen mehr Platz haben.