Handball: Von der Entstehung bis heute!

Handball ist nicht nur eine der härtesten Ballsportarten, es ist auch eine der ältesten und heute beliebter denn je. Wir blicken zurück und klären Sie über die lange Geschichte des Handballs auf.

 

Spiele die dem Handball ähnlich waren, wurden seit der Antike auf der ganzen Welt gespielt. Im 8. Jahrhundert v. Chr. berichtete Homer von dem Uraniaspiel der Griechen und der Arzt Claudius Galenus (130 - 200 n. Chr.) erwähnte das Ballspiel Harpaston der Römer. Die Vorformen des Handballspiels, Treibballspiele wie Grenzball oder Raffball, bildeten sich aber erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Danach folgten Spiele auf Körbe oder gegen Netze, wie der Deutsche Netzball, Korbball und Turmball, sowie Spiele auf Tore ohne Ballführung.

 

Am 29. Oktober des Jahres 1917 wurden die ersten Regeln von dem Deutschen Max Heiser für ein Mannschaftsspiel für Mädchen (Deutsches Handballspiel für Frauen) auf Tore mit Ballführung festgelegt. Es war erlaubt mit dem Ball drei Schritte zu laufen oder ihn drei Sekunden zu halten. Den oft benachteiligten Mädchen sollte die Möglichkeit gegeben werden sich im Spiel auszutoben.
Zwei Jahre später, im Jahr 1919, änderte der Berliner Sportlehrer Carl Schelenz die Regeln der Frauen für die männlichen Mannschaften. Es bildeten sich viele Mannschaften die Interesse an Vergleichswettkämpfen hatten. Im Jahr 1921 wurde schließlich die erste Deutsche Meisterschaft ausgetragen und 1925 fand das erste Großfeldländerspiel (es wurde auf Fußballplätzen gespielt) zwischen den Teams Deutschlands und Österreichs statt.


1926 ernannte die Internationale Amateur Athletik Federation in Den Haag eine Kommission zur Schaffung eines offiziellen Regelwerks für den internationalen Spielverkehr im Handball. 1928 wurde in Amsterdam die Internationale Amateur Handball Federation (IAHF) gegründet.


Das erste Länderspiel in der Halle bestritten 1935 Dänemarks Männer gegen die Schweden, zu dieser Zeit dominierte aber noch der Feldhandball. Im Jahr 1936 war der Feldhandball in Berlin zum ersten Mal olympische Disziplin und bis zu 100.000 Zuschauer verfolgten die olympischen Handballspiele in Berlin.


Der Feldhandball breitete sich rasant aus, nur im Norden Europas verlief diese Entwicklung schleppend, da die dortigen klimatischen Bedingungen Handballspiele auf dem Großfeld nur für eine kurze Zeit zuliessen. Die Handballspiele wurden dort in Sporthallen verlegt und das Spielfeld mußte verkleinert, angepaßt und verändert werden. Durch die Verkleinerung des Spielfeldes wurden die Spielszenen beim Hallenhandball abwechslungsreicher, trickreicher und raffinierter.


Die ersten Weltmeisterschaften sowohl im Feld- als auch im Hallenhandball wurden 1938 ausgetragen.


Am 12. Juli 1946 entstand in Kopenhagen die Internationale Handball Federation (IHF) und am 1. Oktober 1949 wurde der Deutsche Handball Bund (DHB) gegründet.


Lange Zeit wurde der Feld- und Hallenhandball gleichwertig behandelt, doch im Laufe der Zeit zeigte die Entwicklung immer mehr zum Hallenhandball. 1966 fand die letzte Weltmeisterschaft im Feldhandball statt und 1975 wurde der letzte Deutsche Meister im Feldhandball ermittelt.


Nach dem 2. Weltkrieg gehörte der Handball für einige Jahrzehnte nicht mehr zum olympischen Programm. Erst zu den olympischen Spielen 1972 in München wurde der Hallenhandball der Männer wieder als olympische Disziplin aufgenommen. Die Damen dürfen seit den Spielen von 1976 in Montreal teilnehmen.

 

(Quelle: http://www.paradisi.de/)